ELISABETH FLUNGER

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CURRICULUM VITAE

Geboren 1960 in Bozen, Italien. Ab 1979 Studium in Wien: Musikwissenschaft und Ethnologie an der Universität, Schlaginstrumente und Komposition an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst.

Seit 1987 Tätigkeit als Schlagzeugerin, vor allem im Bereich zeitgenössische Musik, in Ensembles wie Klangforum Wien, die reihe, Ensemble des 20. Jahrhunderts, Ensemble Kontrapunkte, Ensemble online, sowie als Solistin.

Musikerin, Komponistin und Performerin in Theater- und Tanzproduktionen: Burgtheater und Akademietheater Wien, Volkstheater Wien, Rose Breuss, Tanz*Hotel, LUX FLUX, Damen-Improvisation & HerrenBIGbäng.

1998–-90 »Les guetteurs des sons« Schlagzeugduo, zeitweise auch Quartett, gemeinsam mit Lukas Schiske. Zahlreiche Aufführungen und Uraufführungen von zeitgenössischer Musik.

1987–91 Duoarbeit mit Johannes Marian (Klavier). John Cage, Christian Wolff, Earle Brown.

1991–93 »Chroma« Duo mit Hannes Löschel, gemeinsame Kompositionen für Klavier und Schlagzeug, Performance.

1995–2001 Mitwirkung im Improvisationskollektiv Damen-Improvisation & HerrenBIGbäng, Performance im Theaterkontext und im öffentlichen Raum.

1994–98 Duo mit der Sängerin Margarete Jungen.

Seit 2003 »baitrunner« Trashrockband mit Peter Panayi und David Ender.

Außerdem Zusammenarbeit mit den MusikerInnen und KomponistInnen Cordula Bösze, Karlheinz Essl, Clementine Gasser, Katharina Klement, Mayako Kubo, Helmut Neugebauer, Pia Palme, Jorge Sanchez-Chiong, Elisabeth Schimana, Elliot Sharp, Burkhard Stangl, Kazuhisa Uchihashi, Ute Völker und mit den AutorInnen Christine Huber, Ilse Kilic und Fritz Widhalm.

Kompositions- und Percussionworkshops mit Kindern und Jugendlichen, u. a. auch im Rahmen des Schulprojekts Klangnetze (Österreich).

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Elisabeth Flunger - Songs
24 solo pieces for metal instruments

Composed, recorded and produced by Elisabeth Flunger.
C + P 2006 all rights reserved

im Vertrieb der Extraplatte

Booklet [PDF 1,8 mb] >>>

1. große kreise 01 2.29
2. große kreise 02 6.26
3. große kreise 03 3.27
4. große kreise 04 2.16
5. große kreise 05 3.15
6. große kreise 06 1.02
7. oder 1.28
8. mikado 03 1.41
9. mikado 04 2.00
10. mikado 05 2.29
11. mikado 06 3.36
12. hatscha 01 1.12
13. hatscha 02 2.08
14. hatscha 03 4.28
15. hatscha 04 2.29
16. kleine kreise 01 2.57
17. kleine kreise 02 2.21
18. kleine kreise 03 2.11
19. kleine kreise 04 5.06
20. kleine kreise 05 1.42
21. kleine kreise 06 deutsch 1.13
22. kleine kreise 06 francais 0.57
23. kleine kreise 06 italiano 1.10
24. shuffle 5.27

Total 62.30

Elisabeth Flungers Metallinstrumente - ein Sammelsurium von Objekten
verschiedener Funktion und Herkunft: Bleche, Rohre, Teile von Werkzeugen und
Geräten, Fundstücke, Reisemitbringsel, Küchenrelikte und Geschenke von
Freunden, die im Lauf zahlreicher Klanginstallationen, Raumperformances,
Improvisationen und Aufnahmesessions zu Musikinstrumenten von erstaunlicher
klanglicher Ausdruckskraft geworden sind.

Musik entsteht hier nicht durch herkömmliche instrumentale Spieltechniken,
sondern durch körperliche und räumliche Bewegungen, Muster und Reihenfolgen.
Einfache Spielregeln dienen dazu, ein (oder kein) Ziel zu erreichen. Musik
entsteht als Nebenprodukt. Trommelstöcke pendeln auf verschlungenen Wegen
zwischen den Dingen, ziehen kratzend und quietschend Kreise auf glatten und
rauhen Oberflächen, werden, Virtuosität vortäuschend, scheppernd über Felder
metallischer Gegenstände gezogen. Die Instrumente werden verschoben,
übereinander geschichtet, zum Schaukeln gebracht, fallen gelassen. All diese
Tätigkeiten und ihre möglichen Spielformen, Richtungswechsel, Kombinationen
und Wiederholungen bilden das Ausgangsmaterial für Elisabeth Flungers Musik.

In den songs verdichtet sich physische Aktion zu knappen, prägnanten und
emotional aufgeladenen musikalischen Formen. Das Komponieren beginnt ganz
wörtlich genommen mit der Zusammenstellung des physischen Spielfelds, des
(Metall-)Materials, der Spielregeln, der körperlichen Wege zwischen den
einzelnen Klangelementen. Die songs werden nicht geschrieben, sondern
aufgebaut, zerlegt, geschlagen, geworfen. Nur drei der songs haben einen
Text, der aber nicht erklingt, sondern nur als Sprachrhythmus den Stücken
zugrundeliegt: das erste Kapitel von Raymond Queneaus Stilübungen auf
deutsch, italienisch und französisch, ein Statement für die Vertauschbarkeit
von Stilen und Sprachen. Repetitive und strophische Formen, instrumental
erzeugte Atem- und Schreigeräusche, percussive Intensität und brüchige
Melancholie, Titel wie shuffle oder hatscha erinnern an eine weit entfernte
Welt, in der der Song das Maß aller Dinge ist.

Elisabeth Flunger, Bernhard Günther


Elisabeth Flunger's metal instruments: a collection of objects with
different functions and origins – sheets, tubes, parts of tools and
machines, gadgets, kitchenware, found stuff, souvenirs, presents. In the
course of numerous sound installations, performances, improvisations and
recording sessions they evolved into musical instruments with an amazing
scope of expressive sounds.

The music doesn't draw on traditional percussion playing techniques as much
as physical and spatial movements, patterns and sequences. The "score"
resembles the rules of a game where one tries to reach a goal (or,
sometimes, to avoid reaching it). Music is a byproduct of this process. Drum
sticks swing between objects on intricate routes, draw squeaking circles on
smooth and raw surfaces, rattle over a field of metal pieces simulating a
virtuoso performance. Instruments get moved, piled up, swung, dropped. All
these actions and their possible variations and combinations form the basic
material of Elisabeth Flunger's music.

In songs physical action filters down to concise and emotional musical
forms. Composition is taken literally and starts from assembling the
material in the playing area, defining the rules and setting up the physical
pathways between the single elements. The songs are not written, but rather
built up, decomposed, trashed, slung. Only three of the songs have lyrics:
the first chapter of Raymond Queneau's Exercises in Style in German, French
and Italian, a statement on the interchangeability of styles and languages.
The text is not sung or spoken, it is merely used as a rhythmic base.
Repetitive and verse forms, breathing and screaming emanating from
instruments, percussive intensity and fragile melancholy, as well as titles
like shuffle and hatscha recall a distant world where the song says it all.

FOTOS

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